Es war einmal...oder auch nicht. Wenn es so einfach wäre, würde ja jeder da draußen eine ordentliche Geschichte erzählen können.
Ich versuche es zumindest. Damit will ich nicht sagen, dass sie gut ist oder gut werden könnte, sondern nur, dass ich da etwas im Kopf habe, etwas, das hinaus möchte.
Es fing ganz harmlos an.
Wenn man in einem bestimmten Alter ist und von seinen Eltern Harry Potter geschenkt bekommt, wird man von der Welt der Fantasy überrascht und von ihr in ihre unendlichen Weiten gesogen. Nun, zumindest ging es mir so. Man könnte also quasi sagen, meine Eltern seien an diesem ganzen Drama Schuld. Oder J.K. Rowling, wie mans nimmt.
Fakt 1:Ohne diese drei Personen wäre ich nie auf die Idee gekommen Fantasy zu lesen. Ohne sie wären all diese Geschichten und Orte niemals in mein Leben getreten. All diese fantastischen Geschichten, die das Leben nicht schreibt und die einen aus dem Alltag fliehen lassen, wie auf silbernen Drachenschwingen. Das klingt pathetisch und irgendwie als hätte ich eine traumatische Kindheit gehabt. Hatte ich nicht, im Gegenteil. Aber warum sollte man über Dinge lesen wollen, die man selbst erleben könnte? Die reale Welt ist schlicht und einfach viel zu langweilig. Jedwede Magie, die vielleicht einmal in den Dingen gelegen haben könnte, ist erklärbar. Jetzt ist Pluto kein Planet mehr und die Tatsache warum eine Hummel fliegen kann, bereits geklärt.
Dennoch, auch Fantasy hat ihre Grenzen, vor allem in den Büchern ab 12. Irgendwann wurde es mir zu langweilig, zu öde und vorhersehbar und Erwachsenenfantasy war voller Sex und Gewalt und von so etwas will man mit 13 nichts lesen.
Also hatte ich eine geniale Idee. Was wäre, wenn ich selbst ein Buch schreiben könnte? Eine Geschichte so wie ich sie möchte, mit Figuren die anders sind, nicht einfach nur Fantasy sondern meine eigene Fantasiewelt. Lange hatte ich keine Idee, doch irgendwann, über Nacht, wusste ich es. Ich hatte plötzlich eine Ahnung, ein Gefühl, das sich mit einer Idee verband und sogleich in meinem Kopf zu einer Geschichte wurde. Die Charaktere waren schnell erdacht. Es sollte kein typischer Held sein, kein typischer Sidekick (zumal ich zu der Zeit den Begriff "Sidekick" noch nicht einmal kannte), es sollte alles noch nie dagewesen sein. Also schrieb ich.
Fakt 2: Ich war fast fertig, als mir die fehlende Logik des Ganzen Unterfangens begreiflich wurde. Der Held war atypisch, aber auch unsympathisch und voller Widersprüche. Sidekicks hatte ich viele, aber letztlich waren sie alle gleich.
Ich überlegte also neu und begann erneut. Charaktere änderten ihre Namen und ihre Beziehungen zueinander. Manche verschwanden, manche kamen neu dazu. Nur der Held blieb.
Er ist noch immer kein typischer Held. Er wird gejagt, ist verbittert und tut Dinge, die kein Held tun sollte, aber zumindest ist er verständlich und er gehört mir.
Die Jahre vergingen. Mit der Zeit waren mir weitere Geschichten eingefallen, die ich aufgeschrieben, aber nicht richtig ausgearbeitet tief in meiner Festplatte weiß. Und all das Zugunsten dieser EINEN Geschichte.
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